Pressemitteilungen 2021

15.03.2021

 

Müllsammel-Aktion anlässlich des Weltwassertags 2021

 

Die Plogging-Gruppe des Vereins Transition Town Donauwörth e.V. organisiert eine Müllsammel-Aktion am Samstag den 20. März anlässlich des Weltwassertags.

Seit 1993 wird der Weltwassertag am 22. März weltweit begangen. Unter dem diesjährigen Motto „Valuing Water“, also „Wert des Wassers“, rufen die Vereinten Nationen dazu auf, sich Gedanken über die lebenswichtige Bedeutung von Wasser und seinem Wert zu machen. Das bezieht sich nicht nur auf den finanziellen Wert, sondern auch auf den ökologischen, sozialen und kulturellen.

„Trinkwasser kommt bei uns aus dem Wasserhahn und wir können es meist bedenkenlos trinken – ein Privileg, das wir zu schätzen wissen sollten“, hebt Christine Anselmi, Leiterin der Plogging-Gruppe, hervor. Denn in vielen Trockengebieten der Erde sind lange Fußmärsche notwendig, um das täglich benötigte, saubere Wasser zu beschaffen. Wasser ist eine begrenzte Ressource und der Weltwassertag daher eine gute Gelegenheit, sich daran zu erinnern und mit unserem Wasser noch bewusster und schonender umzugehen.

„Mit einer Müllsammel-Aktion möchten wir daher auf die Verschmutzung unseres Wassers aufmerksam machen. Abfall, der überall in der Stadt herum liegt, verschmutzt nicht nur unsere Straßen, sondern hat auch Auswirkungen auf unser Wasser“, bemerkt Anselmi weiter.

Herumliegende Zigarettenkippen bestehen aus dem Kunststoff Cellulose Acetat und enthalten eine Reihe gefährlicher Giftstoffe. Immer wenn es regnet, sickern diese Giftstoffe mit dem Regenwasser in den Boden oder in die Kanalisation. Laut wissenschaftlicher Untersuchungen vergiftet schon ein einziger weggeworfener Zigarettenstummel schätzungsweise 40 Liter Grundwasser.

Auch die vielen herumliegende Mund-Nasen-Masken sind ein riesiges Problem. Nicht nur, weil sich Tiere in den Bändern verheddern können, sondern auch, weil das aus Polyester und Polypropylen hergestellte Material viele Jahre braucht, bis es zerfällt. Landen die Masken in Flüssen, enden sie als Plastikmüll im Meer. Dort zerfällt er zwar, wird aber nicht komplett abgebaut. Stattdessen fressen Meerestiere und -vögel die kleinen Teilchen. Die Auswirkungen sind jetzt schon sichtbar. In den Mägen vieler Seevögel kann man massenhaft Kunststoffstückchen finden, die fälschlicherweise für Nahrung gehalten wurden. Die Tiere verhungern somit mit vollem Magen.

Der Verein Transition Town weist demzufolge darauf hin, Mund-Nasen-Masken und Plastik-Müll im Allgemeinen richtig zu entsorgen und am besten den Plastik-Konsum zu reduzieren. „Wir haben mittlerweile viele tolle Projektgruppen, die sich u.a. mit der Müllproblematik auseinandersetzen“, freut sich Katrin Gleißner, 1. Vorsitzende. Der Plastikfrei Stammtisch des Vereins gibt zahlreiche Tipps dazu. Die Initiative „Einmal ohne, bitte!“ ruft dazu auf, dass Geschäfte und Kunden von Einweg- auf Mehrweg-Geschirr wechseln, um somit Müll zu reduzieren.

Der Treffpunkt für die Plogging-Aktion ist am Fischer-Brunnen im Ried um 9:30 Uhr, natürlich unter Einhaltung der aktuellen Abstands- und Hygieneregeln. Die Gruppe freut sich über viele Teilnehmende, Neulinge sind jederzeit willkommen!

 

Um die Aktion öffentlich sichtbar zu machen, werden Gullideckel mit der Aufschrift „Das Meer beginnt hier“ bemalt. Bitte an Straßenkreide, Handschuhe und Müllbehältnisse denken, für die Sicherheit ggf. eine Warnweste mitnehmen. Bei Regen entfällt das Müllsammeln. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage des Vereins unter https://www.transition-town-donauwoerth.de/die-projektgruppen/ .


03.03.2021

 

Zweiter Fairteiler in der Innenstadt

Stadtladen und Foodsharing machen „gemeinsame Sache“

 

Seit mittlerweile über zwei Jahren gibt es Foodsharing in Donauwörth, eine Initiative gegen Lebensmittelverschwendung. Fast genauso lange steht der Fairteiler im Haus der Begegnung in der Parkstadt, ein öffentlich zugänglicher Ort, bei dem Lebensmittel eingestellt und mitgenommen werden dürfen.

Nun konnte die Initiative einen weiteren Kooperationspartner gewinnen. Ab sofort steht im Stadtladen in der Reichsstraße eine zweite Abgabestelle. „Wir freuen uns sehr, dass wir in Sachen Lebensmittelrettung wieder ein Stückchen weiterkommen“, so Katrin Gleißner von Foodsharing. Sie ist die Initiatorin und mit ihrem Team dafür verantwortlich, dass das Regal gepflegt wird.

Zu den Öffnungszeiten des Marktes ist der Fairteiler für alle Bürgerinnen und Bürger frei zugänglich. Das Prinzip ist einfach: Jeder/r darf hier Lebensmittel einstellen und mitnehmen. Dabei geht es nicht um Bedürftigkeit, sondern darum, dass die Lebensmittel nicht weggeworfen werden. „Allein in Deutschland werden jährlich immer noch jedes Jahr 11 Millionen Tonnen Lebensmittel insgesamt verschwendet. In Privathaushalten landen rund 55 Kilogramm pro Kopf und Jahr im Müll. Dem wollen wir entgegenwirken“, fügt Gleißner hinzu.

„Und vielleicht wagt der Ein oder Andere ja auch mal einen Blick hinein in unseren Laden“, so Christina Rössner, Filialleitung. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Weniger Müll, höherer Kundenzulauf und mehr Aufmerksamkeit für beide Seiten. „Wenn das nicht mal eine Win-win-Situation ist“, freut sich Gleißner.

Die Initiative, eine Projektgruppe des Vereins Transition Town Donauwörth e.V., konnte bei mehr als 400 Rettungseinsätzen bereits über 2,7 Tonnen Lebensmittel retten. Allein dieses Ergebnis bestärkt die Gruppe, weiter zu machen.

Wer aktiv mithelfen oder sich als Betrieb anschließen möchte, kann sich gerne unter k.gleissner@foodsharing.network melden.


25.02.2021

 

Neues Jahr, neues Clean-up

 

Die Plogging Gruppe des Vereins Transition Town Donauwörth ruft zur Teilnahme am MüllFreiTag auf

 

Der Schnee ist weg, der Müll bleibt liegen. Wenn die Vegetation wie im Moment noch etwas dünn ist, sieht man das Ausmaß der Verschmutzung deutlich: Überall liegt Müll und Plastik herum. Das Bild bei einem Stadtspaziergang ist erschreckend!

Dich nervt dieser Müll auch? Dann schließe dich der Plogging Gruppe an und räume gemeinsam mit ihr den Abfall weg. Ab März gehen die fleißigen Teilnehmer:innen jeden ersten Freitag im Monat ab 16:00 Uhr auf die Straße, um Donauwörth und Umgebung vom Müll zu befreien.

„Unser Ziel ist es, mehr Leute zum Wegräumen zu animieren, damit die Zahl derer, die etwas hinschmeißen, möglichst bald kleiner wird“, so die Leiterin der Plogging Gruppe Christine Anselmi. „Dafür braucht es nicht viel,“ erklärt Anselmi weiter. „Für die Hygiene reichen bereits ein paar Handschuhe und eventuell eine Greifzange. Für die Sicherheit sollte eine Warnweste getragen werden“.

Das Team um Christine Anselmi und Martha Stark freut sich, wenn engagierte Mitbürger:innen Bilder oder Videos über Mülltrophäen schicken. Auch jeder Kippenstummel zählt. Bilder können bei instagram unter dem Hashtag #MüllFreiTag gepostet werden. Oder gerne an plogging-don@gmx.de schicken, die Gruppe selbst findet man unter @plogging_donauwoerth sowie auf Facebook und der Homepage des Vereins.

Erst kürzlich nahm die Projektgruppe an der Challenge #wintermasken teil. Ziel der Aktion, die im November 2020 begann und noch bis Ende Februar läuft, ist es, herumliegende Mund-Nasen-Masken zu sammeln. Vier aktive Sammlerinnen haben in Donauwörth insgesamt xxx Masken gesammelt.

„Wir sind stolz, so tatkräftige Mitglieder zu haben“, so Katrin Gleißner, Vorsitzende von Transition Town Donauwörth. „Von ihnen lebt unser Verein. Und die Umwelt dankt es ihnen. Außerdem freuen wir uns über jedes neue Mitglied“, fügt Gleißner hinzu. „Je mehr wir sind, umso mehr können wir voranbringen.“

Der Verein weist darauf hin, gebrauchte Masken im Restmüll zu entsorgen. Denn landen die Masken in der Umwelt, belastet das die Natur. Nicht nur weil sich Tiere in den Bändern verheddern können, sondern auch, weil das aus Polyester und Polypropylen hergestellte Material viele Jahre braucht, bis es sich vollständig zersetzt. Landen die Masken in Flüssen und enden als Plastikmüll im Meer, zersetzen sie sich dort zu Mikroplastik. Und gelangen so in die Nahrungskette vieler Meereslebewesen.


12.02.2021

 

Transition Town Donauwörth gibt Tipps zur Fastenzeit

Ideen für bewusstes und nachhaltiges Fasten

 

Zwischen Aschermittwoch und Karsamstag findet die Fastenzeit statt, die 40 Tage bzw. sechs Wochen dauert und in der jede:r von uns ganz bewusst und aktiv verzichten kann - wenn er denn möchte. Wir kennen das, die meisten verzichten hier auf Süßigkeiten, Alkohol oder Schokolade. Wer abseits davon eine persönliche Herausforderung sucht, bekommt vom Verein Transition Town dazu passend ein paar nachhaltige Fastenideen.

Schließlich motiviert es doch ungemein, wenn man weiß, dass viele Menschen zur gleichen Zeit auf bestimmte Dinge verzichten, die eigentlich schwer entbehrlich sind, oder?

Außerdem sind die sechs Wochen auch eine überschaubare Zeit und eignen sich so wunderbar, um bestimmte Vorsätze, die man sich vielleicht an Neujahr noch vorgenommen hat, jetzt wieder aufleben zu lassen und nachhaltig zu etablieren.

 

6 Wochen Verzicht - und dann?

Natürlich kann die Fastenzeit ähnlich wie eine Diät auch einen „Jojo-Effekt“ mit sich bringen. Heißt, dass man in seine alten Muster zurückfällt. Hier ist es wichtig, sich nicht gleich einen Vorsatz zu suchen, der komplett von dem derzeitigen Leben abweicht und den Verzicht unmöglich erscheinen lässt.

Wer täglich bei jeder Mahlzeit Fleisch und Milchprodukte konsumiert, sollte sich vielleicht nicht direkt den Verzicht auf alle tierischen Produkte vornehmen, sondern z.B. erst mal mit dem Fleischverzicht anfangen, rät der Verein.

 

Keine Lust auf Verzicht?

Nach diesem „komischen Jahr 2020“ kann man die Zeit auch bewusst dafür nutzen, für sich selbst etwas zu tun. Nach dem Motto „Gönn dir was Gutes!“. Zum Beispiel etwas Neues, Ungewöhnliches, eine neue Kurzzeit-Gewohnheit oder ein Umdenken.

Zum Beispiel sich vor dem Schlafengehen ein paar Minuten Zeit nehmen und den Tag Revue passieren lassen: Was war heute ein schöner Moment? Was ist gut gelaufen?

Oder mal etwas Neues ausprobieren, was man noch nie gemacht hat, z.B. Ein neues Rezept einer „fremden“ Küche, ein Origami Tier falten, eine neue Yoga-Figur, stricken, … Die Liste der Ideen ist lang, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Nicht jeden Tag geschafft? Kein Problem! Wie heißt es so schön: „Nobody´s perfect!“ Der Wille zählt.

Alle Tipps zum Thema bewusstes und nachhaltiges Fasten gibt es auf der Homepage des Vereins unter https://www.transition-town-donauwoerth.de/unsere-aktivit%C3%A4ten/aktuelles/nachhaltige-tipps-und-ideen/ zu finden.


19.01.2021

 

Der Verein Transition Town Donauwörth wirbt für Teilnahme an „Einmal ohne, bitte!“

 

Weniger Müll durch Mehrwegbehältnisse – um dieses Ziel verfolgen zu können, ist der Verein Transition Town seit kurzem Botschafter für „Einmal ohne, bitte!“.

Dieses Label hat es sich zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein für die Verpackungsmüll-Problematik zu schärfen und konkrete Lösungen anzubieten. Im Fokus des Projekts steht ein Sticker mit dem Schriftzug „Einmal ohne, bitte“, der Geschäfte und Lokale sichtbar macht, in denen man Lebensmittel unverpackt bzw. mit den eigenen Mehrwegbehältnissen kaufen kann.

Lebensmitteleinkauf in eigenen Behältern, geht das in Corona-Zeiten?

Laut Verbraucherzentrale Bayern: Ja! Denn: „Beachtet man die grundlegenden Hygieneregeln, spricht nach heutigem Wissensstand nichts dagegen, auch weiterhin in eigenen Gefäßen einzukaufen“. Dabei tragen die Kunden selbst die Verantwortung dafür, dass das mitgebrachte Gefäß sauber und für das jeweilige Lebensmittel oder Getränk geeignet ist. Bei Befüllung ist darauf zu achten, dass das Behältnis möglichst wenig Berührung mit den betrieblichen Einrichtungen und mit den Händen hat. Ein Tablett als Einwegunterlage kann dabei helfen. Selbstverständlich sei dabei, dass sich Käufer und Verkaufspersonal an Hygieneregeln halten.

 

Welche Vorteile bringt das für Betriebe?

Der Verkauf von unverpackten Lebensmitteln im Einzelhandel und in der Gastronomie wird vereinfacht und geht gleichzeitig mit einer hohen Servicequalität einher. Durch die bereitgestellten Infomaterialien sind die Mitarbeitenden hinter der Theke im Umgang mit kundeneigenen Behältnissen geschult. Die Kampagne bietet so die Möglichkeit, den Service gegenüber der Kundschaft zu verbessern, sich gegenüber Wettbewerbern zu positionieren und langfristig Kosten für Verpackungsmaterialien zu senken.

 

Welche Kosten sind damit verbunden?

Es kommen keine Kosten auf die Betriebe zu. Sticker sowie das Merkblatt und Aufsteller in digitaler Form werden kostenlos zur Verfügung gestellt.

 

Weitere Infos erhalten Interessierte per Mail an donauwoerth@einmalohnebitte.de